Am 03.05.2018 fand am Ratsgymnasium Goslar mit den Klassen 10LF1 und 10LF2 ein Projekttag zum Thema Buddhismus statt. Nach vorheriger Beschäftigung mit dieser Religion im Schulunterricht, kamen am besagten Tag zwei Damen, eine buddhistische Nonne und ihre Assistentin, aus dem Lilienhofkloster in Hannover zu Besuch. Die Nonne "Hanna" trug traditionelle gelb braune Kleider, welche den Gewändern von buddhistischen Mönchen zum Beispiel aus Thailand sehr ähnelten. Schon als Hanna den Raum nur betrat, waren wir Schüler*innen von ihrer Selbstsicherheit, Lebensfreude und Bodenständigkeit, welche sie ausstrahlte, beeindruckt.

Nach gegenseitiger Vorstellung war es uns möglich, Fragen aller Art zu stellen. Mich persönlich interessiert und begeistert der Buddhismus sehr, weswegen ich die Möglichkeit, tiefere Eindrücke aus erster Hand zu erhalten, äußerst nützlich fand und sofort ausnutzte. Schon vor dem Projekttag wusste ich, dass sich der Buddhismus von anderen Religionen unterscheidet, doch ich konnte nicht genau sagen inwiefern. Danach aber wusste ich, was den Buddhismus wirklich ausmacht. Es soll das Ziel sein, "bewusst" zu handeln und wie ein neutraler Schiedsrichter auf das eigene und auf die Leben anderer zu schauen. Das Leid der Welt soll überwunden werden. Dabei gibt es keinen Gott, an dem man sich festhalten kann, sondern man lernt loszulassen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Indem Hanna zusätzlich Geschichten aus ihrem eigenen Leben erzählte, konnte ich den Kernpunkt des Buddhismus viel besser nachvollziehen und verstehen.

Nach der Fragerunde gingen wir gemeinsam in den Wald, um kleine Einblicke in die Meditation, einen weiteren wichtigen Punkt im Buddhismus, zu erlangen. Dabei sollten wir uns beispielsweise nur auf unseren Atem oder unsere Bewegungen konzentrieren, um Zustände der vollständigen Kontrolle und des vollständigen Bewusstseins zu ereichen. Es stellte sich heraus wie schwierig, aber auch hilfreich, diese Übungen waren, sodass wir beschlossen, fortan eine Minute vor Unterrichtsbeginn mit der Religionsklasse zu meditieren. Außerdem sollten wir spüren, wie schön es ist, anderen Menschen eine Freude zu machen oder anderen Menschen dabei zuzusehen und so selbst Freude zu verspüren. Dafür sollten wir all unseren Mut zusammennehmen und anderen Mitschüler*innen sagen, was man an ihnen schätzt. Es verbreitete sich Freude und alle spürten, wie gut es tat, anderen eine Freude zu machen.

Um den Tag ausklingen zu lassen, aßen wir gemeinsam im Wald und übergaben beiden Frauen kleine Geschenke der Dankbarkeit. Nachdem sie sich verabschiedeten, blieben wir noch eine Weile im Gras sitzen, bis wir später alle zusammen nach einem erfolgreichen Tag entlassen wurden.

Von Evi Eckart, 10LF1

 

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