Ein neuer Computerraum – das Ende eines langen Weges

Digitale Infrastruktur auf dem Vormarsch: Neue Räume, neue Geräte, neue Wege in der Medienbildung

Am 15. April 2026 feierte das Ratsgymnasium Goslar gleich drei bedeutende Meilensteine auf dem Weg zur modernen Lernschule: die offizielle Inbetriebnahme eines vollständig neu eingerichteten Computer- und Multimediaraumes, die Einführung von sechs neuen Tabletwagen sowie die Vorstellung des Gesamtkonzepts zur Medienbildung. Was als technische Einweihung begann, wurde zu einem Signal: Das Ratsgymnasium nimmt seine Verantwortung für die digitale Bildung seiner Schülerinnen und Schüler ernst – und handelt.

Ein neuer Computerraum – das Ende eines langen Weges

Was 2018 mit ersten Elektroarbeiten und dem Aufbau der digitalen Infrastruktur begann, ist nun abgeschlossen: Der neue Computer- und Multimediaraum unter dem Dach des Ratsgymnasiums ist fertiggestellt und in Betrieb genommen. 30 neue Desktoprechner stehen ab sofort für den Unterricht bereit.

Der Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Die Corona-Pandemie unterbrach das Vorhaben über mehrere Jahre, bevor der Digitalpakt I neue Möglichkeiten eröffnete. Nun, im April 2026, ist das Projekt abgeschlossen.

Warum ein Computerraum – trotz Tablets?

Die Frage stellt sich berechtigt: Wozu ein fester Computerraum, wenn schülereigene Tablets bald zum Standard gehören? Die Antwort liegt in den Anforderungen moderner Bildung und Arbeitswelt:

  • Informatik, Künstliche Intelligenz, Mikrocontrollerprogrammierung, Mediendesign, Videobearbeitung und Robotik sind auf Desktoprechner angewiesen – leistungsfähige Tablets können diese Aufgaben nicht übernehmen.
  • In der Arbeitswelt sind Desktoprechner nicht auf dem Rückzug – im Gegenteil: Ihre Bedeutung wächst.
  • Im Schulalltag erleben wir regelmäßig, dass Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse mit einer Computermaus kaum umgehen können – grundlegende digitale Werkzeugkompetenz muss aktiv vermittelt werden.

Der Raum steht nicht allein dem Informatikunterricht zur Verfügung. Er ist als gemeinsame Ressource für alle Fächer gedacht, die ihren Teil zur Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler am Ratsgymnasium beitragen.

Umzug mit Mehrwert

Mit der Verlagerung in den neuen Raum unter dem Dach wird auch der bisherige Computerraum einer neuen Bestimmung zugeführt: Er wird im kommenden Schuljahr dringend als großer Unterrichtsraum benötigt. Perspektivisch ist zudem geplant, direkt neben dem neuen Computerraum einen zweiten Computer- und Multimediaraum einzurichten. Das Ratsgymnasium blickt dabei optimistisch auf die weiterhin starke Unterstützung durch Schulträger und Digitalteam.

Dank an alle Beteiligten

Das Projekt wäre ohne den Einsatz vieler Beteiligter nicht möglich gewesen. Besonderer Dank gilt:

  • Herrn Loose (Hausmeister) und Herrn Brejla (Schulassistent), die über viele Stunden vor Ort mit angepackt und das Projekt begleitet haben.
  • Dem Kreismedienzentrum – vertreten bei der Einweihung durch Frau Lydia Schrader – für die Unterstützung bei Gerätebeschaffung, Installationsarbeiten und Inbetriebnahme.
  • Dem Schulträger – vertreten durch Herrn Maximilian Goletz (Gebäudebetreuer Ratsgymnasium) und Herrn Jörg Holuba (Gebäudetechnik und Energiemanagement) – für die jahrelange Begleitung und Umsetzung des Projekts.

Sechs neue Tabletwagen für die Jahrgangsstufen 5 und 6

Parallel zur Computerraum-Einweihung wurden sechs neue Tabletwagen in Betrieb genommen, die jeweils 15 Geräte umfassen. Sie sind vorrangig für die Jahrgangsstufen 5 und 6 vorgesehen und ermöglichen dort Medienbildung auch in Jahrgängen, die von der Landesregierung bisher nicht mit eigenen Endgeräten bedacht werden.

Der Weg zu schülereigenen Geräten

Die Tabletwagen sind ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einem umfassenderen Konzept schülereigener Endgeräte. Die Planung sieht folgendes vor:

  • Im kommenden Schuljahr erhalten alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 7 eigene Tablets inklusive Schutzhülle und Stift.
  • Ab diesem Zeitpunkt wird jeder neue Jahrgang 7 mit schülereigenen Geräten ausgestattet.
  • Ab dem Schuljahr 2030/31 ist auch die Ausstattung der Oberstufe mit schülereigenen Endgeräten geplant.
  • Bis dahin gilt für die Oberstufe das „Bring your own device“-Prinzip.

Medienbildung am Ratsgymnasium: mehr als Pflicht

Die neuen Geräte sind Mittel zum Zweck – entscheidend ist, was damit im Unterricht geschieht. Das Ratsgymnasium Goslar hat in der Medienbildung bereits ein eigenständiges Profil entwickelt, das über die Vorgaben des Landes Niedersachsen deutlich hinausgeht.

Was das Land vorschreibt – und was das Ratsgymnasium leistet

Per Landesvorgabe ist Informatik in den Jahrgängen 9 und 10 als einstündiges Pflichtfach vorgesehen. Das Ratsgymnasium geht weiter:

  • Bereits ab Jahrgang 5 wird Medienbildung als eigenes, einstündiges Fach ohne Benotung angeboten – ergänzend zum Regelunterricht.
  • In Jahrgang 11 ist eine Stunde Informatik als Pflichtunterricht fest im Stundenplan verankert.
  • Zusätzlicher Kompetenzerwerb erfolgt fachübergreifend durch Integration von Medienkompetenz in den jeweiligen Fachunterricht.
  • Mit der Einführung schülereigener Geräte ab Jahrgang 7 ist die Ausdehnung des Medienbildungsunterrichts auf diesen Jahrgang perspektivisch geplant.

Kooperation mit der TU Clausthal: Hochschule als Lernort

Besonders hervorzuheben ist die seit vielen Jahren bestehende enge Kooperation mit der Technischen Universität Clausthal. Im Rahmen des Frühstudiums Informatik können Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11 reguläre Universitätsveranstaltungen besuchen und nach erfolgreicher Prüfung mit einem anerkannten Schein sowie ECTS-Credits abschließen. Pro Durchlauf nehmen vier bis zwölf Schülerinnen und Schüler dieses Angebot wahr – ein bemerkenswerter Ausdruck des Leistungswillens und der Förderkultur am Ratsgymnasium.

Der 15. April 2026 war mehr als ein Einweihungstag. Er markiert einen Schritt auf dem Weg zu einer Schule, in der digitale Mündigkeit kein Zusatzangebot ist – sondern selbstverständlicher Teil des Bildungsauftrags.

Schule der Vielfalt

Wir sind Nummer 18!

Was auf den ersten Blick vielleicht nicht beeindruckt, ist bei genauerem hinsehen schon beeindruckend. Wir – das Ratsgymnasium Goslar – sind die 18. Schule, von 3000, in Niedersachsen, die mit dem Titel „Schule der Vielfalt ausgezeichnet wurde.

Am Mittwoch, den 13.05. war zu Beginn der 3. Stunde die Aula bis zum letzten Platz gefüllt. In einer kleinen, aber feinen Auszeichnungsveranstaltung wurde die Bedeutung der Vielfalt für eine Demokratie in den Reden von Frau Dr. Köstler-Holste, Herrn Bolde-Müller und Ammar, einem unserer Schulsprecher, deutlich. Auch Frau Sandra Wolf, die die Auszeichnung für die „Schule der Vielfalt Niedersachsen“ übernahm, machte deutlich wie wichtig es ist Vielfalt zu leben.

Untermalt wurde die Veranstaltung von Musik, u.a. einem bewegenden Solo von Clara aus der 8. Klasse und einem Statement „Wir“ von den Schülerinnen Amelie, Betül, Lena, Nisa Nur und Sara aus den 6. Klassen. (Bl)

Die Schule der Diktatoren

Ein Schultheater, das unter die Haut geht. Kästners „Die Schule der Diktatoren“ – inszeniert von der Theaterwerkstatt des Ratsgymnasiums Goslar – war vier Abende lang zu erleben. Was das Publikum erlebte, war kein Schulabend. Es war großes Theater.


Wenn Diktatoren austauschbar sind – und das Publikum aufsteht Die Theaterwerkstatt des Ratsgymnasiums Goslar zeigte Kästners „Die Schule der Diktatoren“ – und lieferte einen der stärksten Theaterabende der Saison

Es gibt Abende, an denen ein Theaterstück mehr sagt als tausend Kommentare zur Gegenwart. Der 12. Mai 2026 war ein solcher Abend. In der Aula des Ratsgymnasiums Goslar feierte die Theaterwerkstatt die Premiere von Erich Kästners „Die Schule der Diktatoren“ – bei ausverkauftem Haus, atemlosem Publikum und Standing Ovations, die sich niemand verkneifen konnte und wollte. Vier Aufführungen später ist klar: Es war die Produktion der Saison.

Kästner, weltbekannt als Kinderbuchautor, ist als politischer Satiriker noch immer unterschätzt. Dabei ist „Die Schule der Diktatoren“ ein Stück von verstörender Präzision: In einem imaginären Staat werden Diktatoren wie Ersatzteile ausgewechselt, sobald sie unbequem werden. Der Personenkult bleibt, die Repression bleibt, die Maschinerie der Macht bleibt – nur die Gesichter wechseln. Was Kästner in den Jahren zwischen 1949 und 1956 schrieb, wirkt heute wie eine Diagnose, die niemand stellen wollte und die dennoch zutrifft. Das Programmheft der Produktion formuliert es treffend: Das Stück bescheinigt der Diktatur eine „chronische Aktualität“ – und man verließ die Vorstellung mit dem unbehaglichen Gefühl, dass es sich dabei nicht um Übertreibung handelt.

Was die Inszenierung von Axel Dücker aus diesem Stoff machte, war bemerkenswert. Die Komödie wurde nicht zur Klamotte, die Tragödie nicht zum Pathos. Stattdessen bewegte sich der Abend auf jenem schmalen Grat, den das Programmheft präzise benennt: zwischen Komödie und Tragödie, zwischen Verfremdung und Wiedererkennen. Das Lachen blieb einem zuweilen im Hals stecken – und genau das war gewollt. Kästners Stück protestiert gegen Passivität und wirbt für Aufklärung, und diese Haltung spürte man in jeder Szene.

Die Leistungen des Ensembles verdienten besondere Erwähnung. Fünfzehn Schülerinnen und Schüler bevölkerten die Bühne, viele von ihnen in mehreren Rollen – vom Kriegsminister bis zum Hausierer, von der Leibärztin bis zur Botschafterin. Die Rollenvielfalt war dabei kein dramaturgischer Zufall, sondern Programm: Auch die Figuren hinter den Diktatoren sind austauschbar, beliebig, ersetzbar. Dass das Ensemble diese Vielschichtigkeit mit Spielfreude, Präzision und echtem Gespür für komödiantisches Timing umsetzte, ist keine Selbstverständlichkeit – und hätte an manchen professionellen Häusern durchaus Bestand.

Schulleiterin Frau Dr. Köstler-Holste fand nach dem Schlussapplaus der Premiere Worte, die dem Abend gerecht wurden. Die Rosen für Ensemble und Regie waren längst verdient – und die Ovationen des Publikums an allen vier Abenden sprachen eine Sprache, die keiner Übersetzung bedurfte.

Anmeldetage abgeschlossen

🧡 96 neue Gesichter für das RG – wir freuen uns auf euch!

Die Anmeldetage sind abgeschlossen, und wir können es kaum erwarten: Zum neuen Schuljahr werden 96 Schülerinnen und Schüler durch unsere Türen kommen – neugierig, aufgeregt und voller Vorfreude. Genau so soll es sein. 🎉

Alle Familien, die das Ratsgymnasium als Erstwunsch angegeben haben, konnten einen Platz erhalten. Vier neue fünfte Klassen mit überschaubaren Gruppengrößen werden einen guten und persönlichen Start ermöglichen.

An alle künftigen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler: Willkommen in unserer Schulgemeinschaft – wir freuen uns auf euch! 🧡

Theaterwerkstatt am Ratsgymnasium Goslar · 2026

Die Schule der Diktatoren

Eine Schule der Diktatoren? Was steht da wohl auf dem Lehrplan? Abiturprüfungen in Legitimation, Mitarbeit im Imitationskursus, Idealgewicht als Zulassungsbedingung, Projekte in politischer Trigonometrie?

Schloss Belvedere und seinem Pavillon mag auf den ersten Blick nicht nach Lehranstalt aussehen, aber dort findet Erwachsenenpädagogik statt, die paarweise neue Maschinen liefert!

Der Professor forscht übrigens nebenbei an Falsifikaten und wünscht keinerlei Insubordination.

Man lernt seinen Lebenslauf auswendig und rät Ehefrauen vom Besuch der Schüler ab.

Ausbildungsziel: das perfekte Meerschweinchen – am besten mit Vollbart! Als Gegenleistung.

Die Leute haben die Wahl

Mauseloch oder Mausefalle: Sich verstecken, sich schnappen lassen?

Das Schicksal eines Nagertiers mit staatlich gelenkter Sterblichkeit – oder Realität mit Theatertricks: die Leute haben die Wahl!

Und nicht nur die Leute: Auch ein Nachwuchsdiktator sollte besser nicht zur sentimentalen Schachfigur werden, sondern lenkbar bleiben – wie ein Damenfahrrad.

Ohnmächtig bei vollem Bewusstsein. Die Seele als erziehbarer Mechanismus. Etwas für Feinschmecker!

Politik ist etwas Wunderbares

Erich Kästner hat den Stoff für das Theaterstück 20 Jahre geplant und schockierte mit der Mischung aus Hoffnung und Scheitern bei der Uraufführung an den Kammerspielen München. Anklänge an bekannte Diktaturen sind bestimmt kein Zufall.

Aber dem Zufall wird hier sowieso nichts überlassen!

Erkennen Sie die blutige Komödie, die hier gespielt wird?

Wer nicht selbst als Maus, oder wahlweise Meerschweinchen, enden will, dem sei gesagt: Warten Sie lieber ab! Und gehen Sie in den Stadtpark!

Ist Politik nicht etwas Wunderbares? Das Volk wurde durch die Sprache der Taten überzeugt! Man lasse es sich gesagt sein!

Vox populi? Die Stimme des Volkes?

Wen soll das Triumvirat aus Premierminister, Kriegsminister und Leibarzt als eigentlich unersetzlichen Präsidenten ins Palais schicken? Definitiv niemanden aus dem Publikum – zuviel Rückgrat!

Auch nicht gewisse andere, die an ihren eigenen Strümpfen zu stricken scheinen.

Vielleicht gibt der Professor eins seiner Meerschweinchen her. Im Staat ist ja Platz!

Zur Zeit regiert der dritte Hampelmann

Hampelmann, der Dritte?

Egal, wer die Nachfolge antritt: ein Kriminalinspektor mit Gallensteinen, ein operettenhafter Damenfriseur, ein gewerkschaftlich organisierter Schuhmacher oder ein ahnungsloser Architekt: Keiner regiert ewig!

Und keiner überlebt seinen eigenen Tod besonders lange!

Vor allem nicht, wenn man sich aufgrund von belanglosen Fleischwunden zu leichtsinnigen Amnestien und, schlimmer noch, Jargonwechseln hinreißen lässt.

Aber wer regiert hier eigentlich?

Frau Präsidentin hätte nichts dagegen, nach Nizza in die Natur zu fahren, aber morgen ist ja Nationalfeiertag. Da würde sich ihr Sohn gut machen, aber in seinen Adern fließt Limonade. Er hat einfach nicht die Konstitution einer Dampfwalze wie sein Vater. Immerhin hat der ihr extra attachierte Reisemajor gewisse Qualitäten, und zwar keine inneren.

Leider drängt die Zeit: vom Präsidenten wird morgen eine Rede erwartet!

Glück ist ein Talent

Schon die alten Römer wussten: Animal ridens – der Mensch, das lachende Tier!

Die Märchenstunde im Wirtschaftsministerium eignet sich vorzüglich dafür. Aufgrund der Zahlenakrobatik fanatischer Buchhalter und erotischer Buchführung merken auch die ausländischen Exzellenzen nichts davon, dass Staatsstreiche mittlerweile aus der Brieftasche der Opfer finanziert werden, sondern senden zur Ernennung vierfache Glückwünsche.

Den aus seinem englischen Exil heimgekehrten Tribun erwischt leider die politische Putzfrau. Eigentlich hätte er ja schon vor zwei Jahren in London vom Balkon fallen sollen. Sein Glück damals: er hatte die falschen Papiere dabei.

Als endlich das Flugzeug die Exilregierung aus London zurückbringt, sind jedoch sogar die Strippenzieher im Hintergrund der Diktatur schon auf dem Weg in den Himmel.

Besonders heikel: Einige sind mittlerweile Briten geworden!

Frauen gibt es genug, aber man hat nur eine Mutter

Männer! Den einen ist Sekt zu teuer, den anderen nicht. Na ja, Zeit bringt Rosen.

Und immer die alten Römer: Non scholae, sed mortis discimus! Also nichtfür die Schule lernen wir?

Auch im Etablissement lernt man die Welt kennen – und sortieren. Die nackte Wahrheit. Ein Glück, dass selbst die Kirche gegen den Selbstmord ist. Das wäre ja sonst Sabotage. Apropos: Hatten wir eigentlich das Konkordat unterschrieben?

Exemplare aus der erotischen Leihbibliothek werden ergänzt durch bissige Senatorentöchter in Zimmer 6 – mit Pensionsberechtigung.  Aber wem nützt das, wenn der eigene Vater im Gefängnis sitzt?

Schloss Belvedere – etwa eine Abfalltonne? Selbst wenn sie alles auf den Kopf stellen, Frauen brauchen sie doch immer.

Verspätete Ferkel wären jedenfalls früher verkehrt herum aufgehängt worden! Aber nur früher.

Ungewissheit bis zur letzten Minute

Lachen oder Weinen? Darf man Bärte eigentlich auch wieder abschneiden?

Auch Fragen sind Antworten!

Der Stadtkommandant übrigens überlässt Details am liebsten dem „Fingerspitzengefühl“ seiner „Mitarbeiter“. Was dabei herauskommt, ist selbst dem Palastinspektor zu gefährlich. Zumindest solange, wie sein Dienstherr sich an der Macht hält.

Das Zeitalter der Tragödien ist jedenfalls vorbei. Es gibt nur noch „Unglücksfälle“, vorzugsweise von Balkonen. Auf leere Plätze.

Am besten, man macht einen Film darüber, bevor das Panoptikum aus Wachsfiguren verhaftet wird! Oder ein Hörspiel, auf Tonband! Falls niemand etwas dagegen hat.

Nur dem Hausierer ist klar: Irgendwas wird immer verboten, notfalls schwarze Schuhe, und aufgeknüpft wird auf jeden Fall, notfalls an milden Stricken. So leidet wenigstens die Hanfindustrie nicht.