13.06.2010

Bläserklassentag vermeldet Teilnehmerrekord

 

GOSLAR. „Ihr habt die Rekordmarke von 3.000 Teilnehmern geknackt“, sagte Dr. Claudia Kayser-Kadereit vom Landesmusikrat beim Abschlusskonzert mit allen Teilnehmern auf der Pfalzwiese. Mehr als 3.000 junge Leute waren zum 6. Bläserklassentag gekommen und verwandelten die ganze Stadt in eine Bühne.

Pünktlich mit der Eröffnung am Morgen auf dem Marktplatz begann der Nieselregen – der Himmel zeigte sich so grau wie die T-Shirts der 60 Schüler-Scouts. „Blast, was das Zeug hält“, mit diesen Worten heizte Hans-Peter Dreß den Bläsern des Ratsgymnasiums ein und Oberbürgermeister Henning Binnewies zeigte sich zuversichtlich, dass die Musik die Regenwolken vertreiben werde – mit „Star Wars“ sollte das zumindest vorübergehend gelingen.

Beeindruckende Vielfalt

Anschließend hieß es für die 110 Ensembles aus 54 Schulen: Musik machen. Auf neun Bühnen in der Innenstadt präsentierten die Bläser aus Cuxhaven oder Göttingen, aus Rhauderfehn oder Lüchow-Dannenberg ihr Können. Ob Musik aus dem „Phantom der Oper“, „Les Miserables“ oder „YMCA“, ob „Mary Poppins“ oder „Hoch auf dem gelben Wagen“ – alle Ensembles, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen präsentierten sich bestens in Form. Daneben zogen die gold- und silberbewaffneten Jugendlichen durch die Stadt, rund um die Bühnen jeweils ihr Lager aus Instrumentenkoffern aufschlagend. Da brazzte ein Stadthagener Trompeter los, eine Posaune aus Lehrte antwortete – der guten Stimmung untereinander tat der gelegentliche feine Regen keinen Abbruch.

Zum Abschluss dann eine Völkerwanderung zum „XXL-Konzert“ auf der Pfalzwiese. Hans Walter, gelernter Musiklehrer, Erfinder des Bläserklassenmodells und noch im Kultusministerium tätig, leitete die vorbereiteten Stücke wie „Bruder Jakob“ oder „Kumba ya“ an, mit Schlagzeugunterstützung durch Bennet Dobrick. Wer nahebei stand, bekam ein bewegendes Konzert zu hören. „Toll, herrlich, überall klingt es in den Ohren“, kommentierte Rita Burkamp. Wer jedoch am Rand stand, bis zu dem hatten die Töne sich verflüchtigt. Vor einer solch „tollen Kulisse“ mache das Musizieren noch mehr Spaß – „Kinder, Ihr seid toll mit Eurer Musik“, sagte Heiner Hoffmeister vom Kultusministerium in Vertretung des Ministers.

Die Stadt als Vorbild

Hans-Peter Dreß, Bläserklassenleiter am Ratsgymnasium, zeigte sich begeistert: „Diese Vielfalt in der Einheit ist gelungen. Die Musiker sind ungezwungen miteinander umgegangen und waren trotzdem bei den Auftritten sehr diszipliniert, das hat mich beeindruckt.“ Zu den Bläsern sagte er: „Ich denke, wir werden noch Weltmeister. Aber Ihr seid alle heute schon Weltmeister.“

Hans Walter lobte das Engagement der Stadt und ihrer Bürger: „Goslar hat Vorbildfunktion übernommen und sich für solche Großveranstaltungen empfohlen.“ Das kürzeste Fazit lieferte ein sichtlich begeisterter OB Binnewies: „Fantastisch“. Gleichzeitig vermeldete er eine neue musikalische Großveranstaltung: „Wir haben heute den 8. Niedersächsischen Orchesterwettbewerb 2011 nach Goslar geholt.“

 

 

 

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