Knapp an WM-Medaille vorbei geschrammt

 

Vom 7. bis 12. März fanden die diesjährigen Senioren - Weltmeisterschaften der Nordischen Kombinierer und Spezialspringer in Harrachov (Tschechien) statt. Bereits zum dritten Mal wurde die Auswahl der deutschen Athleten durch einen Lehrer unseres Ratsgymnasiums komplettiert. Marc Schweter erkämpfte sich bereits im Laufe der Saison einen Platz unter den Besten seiner Altersklasse. Durch die Unterstützung der Schulleitung und seiner Kollegen konnte nun eine ereig-nisreiche Woche beginnen. Bei der „Veterániáda“ - wie sie liebevoll genannt wird - treffen sich ehe-malige Leistungssportler, die mindestens 2 Jahre von ihrer aktiven Karriere zurück getreten sind. Die wohl bekanntesten Teilnehmer waren in diesem Jahr Matti Nykänen (FIN – mehrmaliger Sieger der Vierschanzentournee & mehrfacher Olympiasieger) und Bruno Reuteler (SUI – mehrere Podiumsplätze bei Weltcup-Springen).

Zu den Wettkämpfen:

Mit dem Ergebnis von der kleineren, der 40-Meter-Schanze, waren sowohl Marc als auch die mitgereisten Fans sehr zufrieden. Ärgerlich war, dass lediglich 2 Weitenmeter zum Bronzeplatz fehlten. Trotz super Haltungsnoten und einer sauberen Telemark-Landung waren es 5,5 Punkte die ihn vom „Stocker´l“ trennten. Dennoch kann er sehr stolz auf seinen 5. Platz sein.

Schlechter standen die Chancen auf eine gute Platzierung in der Nordischen Kombination. Nach zwei völlig verkorksten Wertungsdurchgängen auf der 70 Meter-Anlage standen die Vorzeichen nur noch auf Schadensbegrenzung. Was dann aber folgte, war ein fulminanter Sturmlauf. Gestartet von Rang 9 mit über 2 Minuten Rückstand, ließ er bereits in der ersten von vier 2 km-Runden die beiden vor ihm gestarteten Tschechen hinter sich und kämpfte sich in der zweiten Runde an einem Österreicher vorbei. Was aber alle verblüffte, war seine letzte Runde. In einer Spitzkehre zeigte Marc sein taktisches Geschick und überholte den Esten innen und legte mit einem Zwischenspurt gleich einige Meter zwischen sich und seinen Gegner. Am letzten Anstieg kämpfte er sich hartnäckig Meter für Meter an den nächsten Esten heran. Auf den letzten 500 m kamen ihm das gute Material, sein Kampfeswille und seine Spurtfähigkeit zu Gute, so dass er diesen noch auf der Zielgeraden auf den 5. Platz verwies. Superglücklich und total erschöpft freute sich Marc trotz undankbarem Vierten über diese tolle Leistung und die insgesamt zweitbeste Laufzeit. Die WM war gerettet und gemeinsam mit dem Drittplatzierten Deutschen Henry Hoffmann konnte auf der Abschlussfeier ordentlich gefeiert werden.

Mit einer verbesserten Sprungleistung hofft Marc, im kommenden Winter bei der nächsten WM in Polen den Sprung aufs Treppchen zu schaffen.

(A.S.)

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